Letztes Update am: 2. November 2005 - 17:24 h  

Top
Netzgärtner Kurt - Hamburg


Netzgärtner-Kurt im Netzgarten, Hamburg-GermanyNetzrat - Darum!Netzrat - warum?Netzrat - Ziele

 

Netzrat-Hamburg e.V. - Ziele?



 

Prolog
 
Ich bin zu dem Vorläufer des Netzrates, dem Verein Bürgernetz-Hamburg e.V., gestoßen, weil ich unzufrieden mit den Bedingungen war, die uns Hamburg.de seit seiner Gründung bot.
Siehe auch: I had a dream  (zeitweilig nur mit Zugangskennung: Netzgärtner / Hamburg)

Dann wurde die Bürgersäule bei Hamburg.de abgesägt, der Verein Bürgernetz-Hamburg verfiel, und dem in Gründung befindlichen Pflänzchen Netzrat wurde der Boden unter den Füßen weggezogen; die ursprünglich angedachten Aufgabenstellungen lösten sich im Wohlgefallen der Politik auf.
Seitdem dreht sich das Geschehen im Bereich des Netzrates fleißig im Kreise.

Jetzt gilt es, dem Netzrat e.V. einen Dreh in die 'richtige' Richtung zu geben.
Aber was ist diese 'richtige' Richtung?
Was verstehe ich darunter, und was möchten meine Freunde im Umfeld des Netzrates?
Welche erreichbaren Ziele gilt es anzusteuern und welche Träume müssen wir vorerst (oder für lange Zeit) hinten an stellen oder ganz begraben?

Die einst politisch gewollte Bürgersäule gibt es nicht mehr, es gilt daher, jetzt endlich die Ziele neu zu definieren.
Ein Verein, der weder intern noch nach Außen hin seine Ziele eindeutig und klar verständlich ausdrücken kann, der hat wenig Möglichkeiten neue und wirklich aktive ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden und seine Ziele umzusetzen.


 

Was halte ich imho1) für sinnvolle Ziele des Netzrates?

1. Der Netzrat sollte sich als Interessenvertretung verstehen und keine 'Firma' starten.

Als Interessenvertretung der Netzbürger Hamburgs sollte das oberste Ziel die Vermittlung von Informationen über das derzeitige Internetgeschehen und die sinnvolle Anwendung der derzeitigen Techniken aufzeigen. Dabei kann es nicht Aufgabe des Netzrates sein, Portal- oder Providerdienste selbst anzubieten.

Als Beispiel möchte ich das Thema eMail-Adressen herausgreifen.
Der Netzrat sollte über Wege der sinnvollen Nutzung von eMail-Adressen informieren, günstige und seriöse Anbieter aufzeigen, aber sich nicht damit übernehmen, indem er selbst eMail-Adressen hostet, verifiziert und (fast) kostenfrei anbietet.
Weiterhin sollte der Netzrat Mißbräuche im eMail-Wesen deutlich machen und bei den zuständigen politischen Instanzen auf ein gesetzliches Regelwerk drängen, um diese Mißbräuche (soweit es möglich ist) einzuschränken.
Sofern ein Schulungsangebot zur praktischen Anwendung der eMail-Dienste nicht verfügbar ist, sollte der Netzrat bei den zuständigen Politikern, Behörden, Schulen und ähnlichen Einrichtungen (VHS) auf die Einrichtung von solchen Schulungsmöglichkeiten hinwirken. Beim Versagen der 'öffentlichen Hand' sollten eigene Schulungen angeboten werden, sofern Vereinsmitglieder oder Andere dafür zur Verfügung stehen oder eingeworben werden können.

Das zu dem Thema eMail gesagte sollte in Sachen Homepages, Blogs, Foren etc. sinngemäß umgesetzt werden.


2. Der Netzrat sollte parteipolitisch neutral sein, dabei aber seine eigene Politik vertreten.

Unter Politik verstehe ich nicht die Lehre von der Staatsführung, sondern den davon abgeleiteten Begriff des zielgerichteten Verhaltens und der damit verbundenen Aussage, was wir denn eigentlich erreichen wollen und auch wie wir dieses Ziel ereichen wollen.

Ich möchte jedem Bürger Hamburgs die Chance eröffnen, dieses ja nun nicht mehr ganz neue Medium Internet kennen zu lernen und, so sie denn Interesse entwickeln, dieses auch fachgerecht und sozialverträglich anzuwenden.

Wieso 'sozialverträglich' wird da manch Einer fragen . . .
Nun, die Regeln im Internet sind nicht jedem klar, jeder macht sich seine eigenen Regeln und die Politik hat es bislang verschlafen, da ein wenig Gesetzmäßigkeit hinein zu bringen.
Dieses führt im Internetgeschehen zu den absonderlichsten Ansichten und Verhalten, bis hin zur handfesten Kriminalität.
Ich möchte dieses Thema hier nicht weiter ausführen und nur zwei Stichworte geben: eMail-Spamming und Beleidigungen via Homepage oder Foreneinträgen.

Der Netzrat wird das, was er tun und erreichen will, auch publizieren müssen.
Und er wird es soo publizieren müssen, daß dieses nicht nur für Andere verständlich ist,
sondern auch geradezu einlädt im Umfeld des Netzrates aktiv mitzumachen.


3. Der Netzrat sollte offen für Jedermann sein ohne krampfhaft Allen gerecht werden zu wollen.

Wer auch immer bereit ist die Ziele des Netzrates aktiv zu unterstützen, der sollte ohne Ansehen seines sozialen Statusses willkommen sein.
Dabei verkenne ich nicht, daß es unmöglich ist, allen Hamburgern gerecht zu werden.
Das haben wir ja auch schon bei der Auswahl unserer 'Herberge' gesehen . . .
Die Einen fühlen sich in den Räumen der Patriotischen Gesellschaft wohl, die Anderen sehen die Kellerkneipe in der Langen Reihe lieber und den nächsten zieht es zur Gewerkschaft am Besenbinder Hof.


4. Der Netzrat braucht Geld und sollte bereit sein, auch damit Geld umzugehen.

Ein Verein, der nicht auf gesicherte Mittel zurückgreifen kann, der ist nur recht eingeschränkt in der Lage, seine Ziele umzusetzen.
Es muß sich dabei nicht immer um eigene Mittel handeln, ein verläßlicher Sponsor ist da vielleicht sogar noch besser, aber so ganz ohne Geld oder fest eingebundenen Sponsor kann man nicht einmal einen Flyer in repräsentativer Gestaltung drucken lassen.

Ich denke da auch mit Grausen an so einen Richter wie den in Winsen, weil der Verein Netzrat-Hamburg für unsere Aktiven Homepage- und Foren-Bastler keine Haftpflicht- und Rechtsschutz-Versicherung abgeschlossen hat.
(Das Urteil von Winsen und das meinen Blogger dazu)


5. Auch für seine Arbeitsgruppen sollte der Netzrat klare Entscheidungsstrukturen entwickeln.

Ohne klare Führungs- und Entscheidungsstrukturen wird nur selten an einem Strang gezogen.
Das haben wir ja bisher auch in unserer eigenen Gruppe erfahren dürfen.
Mir ist es dabei gleich, ob der 'Kopf' der Gruppe nun Häuptling, Kapitän, Steuermann oder Moderator genannt wird. (Dieser Absatz 5. wurde am 3. Oktober 2005 nachgetragen.)


Vorstehendes ist mein undogmatischer Anspruch
an den Verein Netzrat-Hamburg e.V.
Netzgärtner Kurt

_________________
"I intended the Web
to be a social creation,
not just a technological one."

Tim Berners-Lee
 

1) imho = in my humble opinion (meiner bescheidenen Meinung nach)

          

 


ZurückNach oben

Copyright(c) 2005 Kurt Staudt - Alle Rechte vorbehalten.

 

 


Kostenlose Counter